📍 Chemnitz 📅 20. November 2025

3. Regionalpolitische Jahrestagung in Chemnitz: Modellregion Glas im Austausch mit der „Zukunft Region“-Community
Am 20. und 21. November 2025 war die Modellregion Glas am Rennsteig bei der 3. Regionalpolitischen Jahrestagung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in Chemnitz vertreten – in diesem Jahr besonders passend in der Kulturhauptstadt Europas 2025. Rund 600 Teilnehmende aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Gewerkschaften diskutierten zwei Tage lang, wie regionale Stärke zur Bewältigung des Strukturwandels beitragen kann.
Konferenztag: hochrangige Impulse und Diskussionen
Eröffnet wurde die Konferenz von Sven Schulze, Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz, sowie Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeister der Stadt Leipzig. Es folgten Kurzimpulse aus Industrie und Forschung, unter anderem von Prof. Harald Kuhn (TU Chemnitz und Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS), bevor Ministerpräsident Michael Kretschmer und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche das Wort ergriffen.
In der anschließenden Podiumsdiskussion „Wachstum durch regionale Stärke“ diskutierten unter anderem Prof. Dr. Monika Schnitzer (Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft) und Sebastian Scheel (Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klima) über die Zukunft strukturschwacher Regionen.
Am Nachmittag nahm die Modellregion Glas an zwei Workshops teil: In Block A ging es um die „Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch erneuerbare Energien“ – ein Thema, das eng an unsere eigene Arbeit zu Windvorranggebieten und Direktversorgungskonzepten anknüpft. In Block B stand mit „Grenzenloses Wachstum – Perspektiven der Zusammenarbeit in Grenzregionen in Deutschland und Europa“ ein Thema im Fokus, das die länderübergreifende Struktur unserer eigenen Modellregion zwischen Thüringen und Bayern direkt widerspiegelt.
Mit einem eigenen Messestand war die Modellregion Glas zudem Teil der begleitenden Ausstellung, in der über 30 Akteure der „Zukunft Region“-Projekte ihre Arbeit vorstellten.
Vernetzungstreffen beim Fraunhofer ENAS: Austausch unter Projektpartnern
Der zweite Tag führte die „Zukunft Region“-Community ins Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS. Nach einem Impuls von Silvana Bergk (Stadtverwaltung Chemnitz) zu Kultur und Wirtschaft in der Region stand die inhaltliche Arbeit am Zukunftskonzept im Mittelpunkt: In einem Workshop wurde modellhaft erarbeitet, wie Zukunftskonzepte und konkrete Umsetzungsprojekte für eine Modellregion aussehen können – von der Potenzialanalyse bis zur Projektidee.
Für die Modellregion Glas war dieser Austausch mit anderen geförderten Projekten besonders wertvoll: Der direkte Dialog mit Kolleginnen und Kollegen anderer Regionen zeigt immer wieder, wie unterschiedlich die Herausforderungen vor Ort sind – und wie viel sich trotzdem an gemeinsamen Erfolgsfaktoren lernen lässt.
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